Willkommen beim Klaane Sachsehäuser

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Die Chronik – Teil 3

Im Herbst 1948 war es dann soweit, dass die ersten Äpfel gekeltert werden konnten. Der Rauscher rumorte wieder in den Kellern. Und zu Anfang des neuen Jahres kam dann auch der erste „Neue Helle“ auf den Tisch.Der Frankfurter Ebbelwei trat indessen seinen Siegeszug an, wie man ihn vorher nicht für möglich gehalten hätte. Das Getränk der Frankfurter Bürger, die Labsal der kleinen Leute von Hibbdebach und Dribbdebach, ist immer salonfähiger, immer populärer geworden. Wer einmal nach Frankfurt kam, der musste schon einen Ebbelwei in Sachsenhausen trinken.

Natürlich war und ist der „Klaane Sachsehäuser“ ein beliebter Treffpunkt heimischer und auswärtiger Künstler. Lino Salini, der unvergessene Maler der Sachsenhäuser Ebbelwei-Szene, war hier wie zuhause. Ihm zu Ehren und zum Gedenken wurde die gemütliche „Salini-Stubb“ ausgebaut, wo wir heute noch seine treffenden und einmaligen künstlerischen Arbeiten bewundern können.

Aus den zwei Buben Wolfgang und Manfred waren, zum Stolz ihrer Eltern, gestandene Männer geworden. Wolfgang erlernte den Beruf eines Industriekaufmanns und übernahm für die Farbwerke Höchst eine Aufgabe in Australien. Der Aufenthalt sollte nur drei Jahre dauern. Doch bis heute ist Wolfgang erfolgreich in Australien tätig.

Als Heiner mit seiner Frau Gretel 1969 ihren Sohn und dessen Familie im fernen Australien besuchte, ereilte die Mutter auf der Rückreise der Tod. Dies war für alle ein schwerer Verlust. Die Mutter Gretel war die Seele des Betriebes und bei den Gästen ob ihrer ausgeglichenen und freundlichen Art geschätzt und beliebt.
Heiner versuchte bei seiner Arbeit, der er sich von früh bis spät widmete, den schweren Verlust zu vergessen. Seine Freunde und Gäste halfen ihm über manche Krise hinweg.

Am 11. April 1983 ging auch Heiner Wagner für immer von uns. Ein Mann, dessen Geist und Prägung im Haus vom „Klaane Sachsehäuser“ weiterleben wird. Sein Sohn Manfred, der den Beruf eines Metzgers erlernte, hat seit 1969 die Aufgabe, die Ebbelweiwei-Dynastie derer von Wagner, wie sie oft scherzhaft genannt wird, weiterzuführen.

Die Speisekarte wurde erweitert, die Küche wird allenthalben gelobt und der „Schoppe“, das „Stöffche“, wird von Kennern als hervorragend bezeichnet. Die Haxen und Rippchen und besonders die hausgemachte Wurst lassen hier den Profi auf diesem Gebiet erkennen. Manfred Wagner hat es sich, wie seine Vorfahren, zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit seinem Sohn Michael und seiner Partnerin Hannelore die über 100 jährige Tradition fortzusetzen.  Möge der „Klaane Sachsehäuser“ auch weiterhin für Frankfurt und seine Gäste eine Stätte der Gastlichkeit und Gemütlichkeit in Sachsenhausen bleiben.

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